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Live Musik zur Trauerfeier

Ich sage es mal frei heraus: der Tod ist wahrscheinlich das unangenehmste und am meisten tabuisierte Thema in unserer heutigen Gesellschaft. Viele versuchen das Thema so weit es geht zu vermeiden und möglichst weit von sich wegzuschieben. Schwarzer Humor -- gerne, aber dann doch bitte mit entsprechendem Abstand zu allem, was wirklich mit dem menschlichen Ableben zu tun hat.

Dennoch bin ich der Meinung, dass man sich durchaus mit dem Thema beschäftigen sollte. Schließlich gehört es essentiell zum Menschsein dazu. Meist wird man wie ich schon im Kindheitsalter mit dem Tod der Oma konfrontiert. Oftmals erkennt man viel später rückblickend, dass die eigenen Eltern selbst nicht so gut wussten, wie damit umzugehen war und wie man das Thema seinen Kindern nahe bringt. Das ist keine Überraschung, denn wirklich darüber reden mögen die meisten nicht.

Aus eigener Erfahrung und verschiedenen Seminaren während meiner Studienzeit habe ich Einiges über den “Tod”, bzw. den Umgang damit gelernt. Mir hat das ungemein geholfen und ich kann es nur jedem empfehlen! Die Beschäftigung mit diesem Thema hat auch meine Perspektive darauf etwas verändert. Eine Erkenntnis darunter war und ist sehr einfach: Das Ableben einer geliebten Person ist etwas, was die Hinterbliebenen, sprich die Lebenden betrifft. Der Tote wird von alledem sehr wahrscheinlich nichts mehr mitbekommen. Sowohl die Trauerfeier und Beerdigung als auch die Trauerbewältigung sollte immer mit Respekt für den Verstorbenen und mit Fokus auf die Hinterbliebenen bedacht werden.

Kürzlich durfte ich die erste Trauerfeier selbst musikalisch begleiten. Der Verstorbene war selbst Akkordeonist und stets gut gelaunt. Entsprechend wünschte sich die Trauergemeinde mehrere Stücke auf dem Akkordeon. Folgende Worte bekam ich im Nachhinein per Nachricht:

“Vielen Dank für Ihren sehr passenden musikalischen Beitrag zum Gedenken an (…). Da es klang, als würde mein Schwiegervater selbst sein Akkordeon spielen, war es umso ergreifender für die Trauergäste. (…)”

In diesen Momentan wird mir sehr klar, warum ich Musiker geworden bin: um Menschen zu bewegen und sie emotional zu erreichen. Am Ende bleibt immer nur die Erinnerung -- an einen geliebten Menschen, einen ganz bestimmten Tag, einen besonderen Moment. Daher sollten wir diese Erinnerungen so positiv wie möglich gestalten. Musik ist eine Möglichkeit, eine unmittelbare und authentische Atmosphäre zu schaffen, die es den Menschen ermöglicht, Abschied zu nehmen und den Verlust emotional zu verarbeiten.

In folgendem Video habe ich einen der Titel eingespielt, welchen ich auch auf der Trauerfeier gespielt habe.

Griechischer Wein - Udo Jürgens (Akkordeon Cover)

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